Saydiyay Tempel der Lust
Spirituelle Orgasmus-Schule
Es gibt Schulen, wo wir Schreiben, Autofahren, Rechnen, Kochen, Tanzen und vieles mehr lernen können - aber es gibt keine Schule für gesunde Sexualität. Da dieses Thema aus verschiedenen Gründen tabuisiert ist, holen viele Menschen sich die Information aus Büchern, Videos und Internet. In den meisten Pornos wird Sex als eine Art Leistungssport dargestellt: Je höher, größer, länger und schneller, desto besser. Dies ist vielleicht ein Grund, warum Männer Erektionsprobleme bekommen und Frauen unter Lustlosigkeit leiden. Haben wir nicht genug Leistungsdruck und Stress im Alltag? Warum schaffen wir uns diesen Stress dann auch noch beim Sex? Da in solchen Filmen selten die Bedürfnisse der Frauen berücksichtigt werden, wissen die Männer nicht allzu viel über individuelle Vorlieben der Frauen. Wenn sich der Partner liebevoll um die sexuelle Befriedigung der Frau bemüht, ist dies eine gute Basis für eine langfristige Bindung und glückliche Beziehung. Gemeinsame angenehme intime Erlebnisse begünstigen ein harmonisches partnerschaftliches Zusammensein.
Unsere Gesellschaft ist eher lust- und körperfeindlich ausgerichtet, so dass viele Frauen Scham- und Schuldgefühle bekommen, wenn sie ihre Weiblichkeit und Sinnlichkeit ausleben möchten. Wenn die Frau nicht Frau sein darf, kann sich ihre Kraft nicht entfalten.
Generell nimmt die Orgasmusfähigkeit von Frauen mit zunehmendem Alter und zunehmender sexueller Erfahrung zu. Frauen lernen oft erst mit der Zeit, durch welche Stimulationen sie am besten zum Orgasmus kommen. Mit dieser zunehmenden Erfahrung gewinnt die Frau mehr und mehr an Selbstbewusstsein. Dies hilft ihr, ihre eigenen sexuellen Wünsche zu erkennen, anstelle passiv zu sein.
Laut Angaben einiger Wissenschaftler hat der Orgasmus einen erheblichen und sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit. Nach einem Orgasmus erhöht sich die Anzahl der Immunglobulinen (Antikörper) in Blut und Speichel. Das Hormon Oxyrocin wird ausgeschüttet, und dies führt zu einem tieferen Nachtschlaf und zu größerer Entspannung.
Bei der Frau erhöht sich das Sexualhormon Testosteron. Dieses Hormon hat unter anderem muskelaufbauende Wirkung. Ein hoher Testosteronspiegel fördert das Entstehen bzw. die Steigerung von sexuellem Verlangen. Außerdem fördert dies auch die Fähigkeit zu multiplen Orgasmen und stärkt Antriebskraft, Ausdauer und Lebenslust. Bei Männern wirkt sich ein erhöhter Testosteronspiegel positiv auf eventuelle dominante und aggressive Verhaltensweisen aus, bzw. die Einstellung, das Leben als Kampf zu sehen, wird dadurch harmonisiert. Männer brauchen oftmals eine längere Erholungsphase als Frauen, um die sexuelle Spannung für einen weiteren Orgasmus aufzubauen.
Unterschied zwischen normalem Orgasmus und tantrischem Saydiyay-Orgasmus
Durch langes Vorspiel steigen Lust und Glückshormone an. Dabei lädt sich der Körper mit einer großen Menge an Energie auf. Diese sexuelle Energie ist sehr vitalisierend und energetisierend. Durch Stimulation des Sexualorgans kommt man zum Höhepunkt, wodurch aufgeladene Energie zur Entladung gebracht wird. So findet eine höchstmögliche Entspannung statt.
Wenn man zu sehr zielorientiert ist, das heißt, man ist zu sehr auf das Erreichen des Orgasmus fokussiert, setzt man sich unter Druck, was wiederum Stresshormone auslöst und folglich der Körper nicht mehr auf feine Stimulation reagieren kann. Dies führt zu vielerlei Arten von Lustblockaden.
In der Saydiyay-Massage geht es darum, den Körper daran zu gewöhnen, längere Zeit in sexueller Erregung zu sein. Dabei werden auf immer neue Weise sexuelle Energien erweckt, und das ist der Zugang zu tieferen heilenden Energien.
Ist ein Mann nicht an sehr lange, intensive sexuelle Stimulierung ohne Orgasmus gewöhnt, wird er oft zu krampfartigen Schmerzen im Unterleib neigen, da sein Körper die freigesetzte Energie noch nicht angemessen integrieren kann. Da die meisten Menschen dies nicht gewöhnt sind, fixieren sie sich am Anfang auf den Orgasmus.
Das ist ein ganz normaler Reflex.
Anstelle gleich zum Höhepunkt zu kommen, werden beim Saydiyay-Orgasmus immer wieder neue lustvolle Spielarten angewandt. Es wird also bewusst mit dem Orgasmus gespielt.
Wieso man dies tut? Der Begriff „Wu Wei“ kommt aus dem Taoismus und bedeutet „Handeln durch Nicht-Handeln“, das heißt, es handelt sich um eine Art von kreativer Passivität.
Anders ausgedrückt ist dies also eine Handlung, die nicht durch Absicht vom Ego kommt, sondern aus Spontaneität und Intuition. Man braucht dabei kein zwanghaftes Bemühen, sondern es geschieht alles mühelos und ohne Anstrengung. Damit dies geschehen kann, gibt es nur eins zu tun: „Loslassen“
Es wird viel Atemtechnik angewandt, so dass unbrauchbare Energien aus dem Körper entweichen können. Beim Saydiyay-Orgasmus geht es also auch um eine Art der Transformation. Daher ist der Orgasmus nicht auf einen bestimmten Körperbereich beschränkt, sondern bezieht den ganzen Körper ein. Es ist ein lang anhaltender Zustand hoher Ekstase. Die innere Stille führt zu einem Einheitsgefühl mit sich selbst, mit dem Partner und mit der Welt.
Um in diesen Zustand zu kommen, braucht man keine außergewöhnlichen Techniken, sondern spirituelle Übungen. Dies dient zur Annäherung an die Götter. Es ist ein langfristiger Prozess auf dem Lebensweg. Somit steht beim traditionellen spirituellen Tantra nicht die Verstärkung des sexuellen Lusterlebnisses im Mittelpunkt. Das geschieht einfach nebenbei, wenn man das Prinzip „Wu Wei“ begriffen hat.
Die höchste Form der spirituellen Einheit und Erleuchtung entsteht nicht allein durch Meditation, sondern in der Vereinigung mit Gott und Göttin. Natürlich hilft Meditation dazu, mit sich selbst in Einklang zu kommen, und das ist überhaupt die Voraussetzung für die göttliche Ekstase.
Daher sind Drei-Strahlen-Meditation, Lemurian Tantra und schamanische Geistheilung wichtige Bestandteile für die schamanische Tempel-Priester Ausbildung.
Ein Priester ist der Diener der Götter und steht den spirituellen Wesen sehr nahe. Der Saydiyay-Orgasmus ist eine tiefe Heilung der Seele, die sich oft einsam auf dieser Welt fühlt. Sobald wir die göttliche Liebe in uns spüren, fühlen wir uns nie allein, egal, wo wir sind oder wie schlimm unser Leben uns erscheint.
Dieses alte Wissen möchte ich Euch weitergeben.
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